Projekte

Kunst als
soziale und
performative
Praxis

In Planung:
Gesprächswerkstatt für Parkinson-Patient*innen und ihre Angehörigen:
Parkinson geht ins Museum
Das Bild vom Menschen in der Kunst
In Kooperation mit dem Parkinsonnetz Bremen+ und der Kunsthalle Bremen
Die Gesprächswerkstatt „Parkinson geht ins Museum“ richtet sich an von Parkinson betroffene Menschen und ihre Angehörigen. Sie findet einmal im Monat in der Kunsthalle Bremen im Angesicht von Kunstwerken statt.
Das Bild vom Menschen ist ein zentrales Thema in der Kunstgeschichte. In unserem Alltag bestimmt unser Bild vom anderen Menschen das soziale Miteinander und damit die Frage: „Wie wollen wir leben?“ Es betrifft auch unser Selbst- und Weltverständnis unter den Bedingungen von Diversität, Krankheit oder Behinderung. Die Kunst bietet einen vorzüglichen Bezugspunkt, um über existentielle Fragen des Lebens nachzudenken, weil sie in ihr anschaulich werden – während sie im Alltag unser Leben zwar weithin bestimmen, aber in der Regel nicht zur Sprache kommen. Die Gesprächswerkstätten sollen eine Gelegenheit bieten, sie zum Thema zu machen. ​
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Evaluationsprojekt „gesund mit Kunst“
in Kooperation mit STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V. / mit Unterstützung der AOK (2021)
Kunst gestaltet Wirklichkeit. Kunst wirkt auf Körper, Seele und Geist. Die Gestaltungspotenziale der Künste können Lebensqualität steigern und Gesundheit fördern. Diese Potenziale wurden in dem zweijährigen Pilotprojekt „gesund mit Kunst“ erprobt. In den Jahren 2019/2020 fanden Workshops an 20 Museen und Städtischen Galerien statt, die mit künstlerischen Methoden zur Gesundheitsförderung beitragen, unter der Gesamtleitung von STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V., gefördert von der AOK Bayern und evaluiert vom Department Arts and Change der Medical School Hamburg (MSH)
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Kunst und Coping bei HirntumorpatientInnen und Angehörigen im musealen Raum

Evaluation eines Programms zur Kunstvermittlung für Hirntumorpatienten, ein Projekt in Kooperation mit der Klinik für Neurochirurgie / Universitätsklinikum Münster, dem Kunstmuseum Pablo Picasso Münster und der MSH Medical School Hamburg / mit Unterstützung des Fördervereins ZNS (2020 / 2021)

Ausgehend von der Annahme, dass sich das Museum als geschützter Ort und als Raum der Begegnung und kulturellen Teilhabe zur psychoonkologischen Begleitung von Hirntumorpatient*innen besonders eignet, haben das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster und die Neurochirurgie des Universitätsklinikum Münster unter dem Titel »Kunst als Lebens I Mittel« ein Programm zur Kunstvermittlung für Hirntumorpatient*innen entwickelt. Das Programm besteht aus 2 Teilen: Die Teilnehmer*innen nehmen zunächst an einer Führung durch das Museum teil und können dann in einem sich anschließenden Workshop ihre Eindrücke künstlerisch verarbeiten. Um die Effekte dieses Programms zu beschreiben und das Programm zu verstetigen, soll es wissenschaftlich evaluiert werden.
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Darstellen und Wahrnehmen in beraterischer oder therapeutischer Praxis

ein Kooperationsprojekt zwischen Kulturphilosophie (Otto-von-Guericke- Universität Magdeburg) und Intermediale Kunsttherapie (MSH Medical School Hamburg) / Beteiligte: Prof. Dr. Eva Schürmann (Magdeburg) / Mona Behfeld (Hamburg) / Prof. Peter Sinapius PhD (Hamburg) / unterstützt von der Friedrich-Stiftung (2019)

Darstellend und wahrnehmend erschließen Menschen sich die Wirklichkeit und machen sich einen Reim auf das, was ihnen widerfährt. Die Tätigkeit des Darstellens ist bei weitem nicht beschränkt auf die Sphäre des Ästhetischen. Vielmehr verwickelt uns das, was es heißt, eine Person zu sein, die ein Leben zu führen hat, in tagtägliche Prozesses des (Selbst-)Darstellens, Auslegens, Sich-ein-Bild-Machens und Erzählens. Dieser ‚Existenzsinn des Darstellens’ ist es, der in therapeutischen Arbeiten in Form von Gesprächstherapien, bildnerischen oder Theater-basierten Kreativtherapien eine so unersetzliche Rolle spielt. Ob der Gewinn der Darstellungstätigkeit im Einzelnen in der Bewusstwerdung, der Ausdrucksleistung oder der Distanznahme besteht, kann und muss nicht allgemein bestimmt werden; in jedem Fall ist es die Darstellungstätigkeit, durch die Deutungsmuster und Wahrnehmungen thematisch werden können, die sonst unthematisch mitlaufen und unbearbeitet wirksam sind.
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Kunstanaloge Kommunikation

Workshop mit dem Führungskreis des DRK Regionalverbandes Hannover: Der zweitägige Workshop unter dem Titel Kunstanaloge Kommunikation adressierte auf verschiedenen Ebenen die Zusammenarbeit in dem Führungsgremium und erschloss neue Möglichkeiten in der Kommunikation. Kunstanalog hieß, Strategien, die Künstler und Künstlerinnen in der Werkentwicklung einsetzen, zu erproben und auf eigene Fragestellungen zu übertragen. Beteiligte: Prof. Sandra Freygarten / Prof. Peter Sinapius (2018)

Stadt, Kunst, Resilienz – Künstlerisch handeln im urbanen Raum

Unter dem Titel „Für eine Stadtkultur der Resilienz! Kulturpolitisches Forum Tutzing.“ unternahm das Kulturpolitische Forum Tutzing im Rahmen des bayernweiten STADTKULTUR-Festivals kunst&gesund den Versuch, den aus der Psychologie stammenden Begriff der Resilienz auf Städte und Stadtgesellschaften zu übertragen.

Es ging um die Frage, wie Inklusion und soziale Resilienz im urbanen Raum gefördert werden können und welche Rolle Kunst und Kultur dabei spielen können. In diesem Rahmen fand ein Workshop und ein performativer Vortrag statt. Der Workshop stand unter dem Titel: Sichten und Zeigen – Ein urbanes Spiel zwischen Monopoly, Mülldeponie und Monotonie. In der Performance Lecture war das Thema: Stadt, Kunst, Resilienz – Künstlerisch handeln im urbanen Raum. Beteiligte: Prof. Sandra Freygarten / Prof. Peter Sinapius (2018)
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Imperfekt (Das Vergängliche und das Unvollkommene)
Intermedialität und Performativität in den Künstlerischen Therapien

Unter diesem Titel wurde von zwei benachbarten Hochschulen aus dem Norden, der MSH Medical School Hamburg und der HKS Ottersberg, eine Tagung ausgerichtet, an denen kunsttherapeutische Studiengänge angesiedelt sind, die für zwei aktuelle Positionen im kunsttherapeutischen Diskurs stehen: Intermedialität und Performativität.

Der Tagungstitel „ImperfeKT“ lenkt den Blick auf das im doppelten Sinne Imperfekte, das Vergängliche ebenso wie das Unvollendete. Damit wird das Ereignis- und Prozesshafte künstlerischen Tuns apostrophiert, in dem individuelle und gesellschaftliche Entwicklungs- und Veränderungsprozesse ihren Ausgang nehmen können. Die Tagung knüpft an jüngeren Strömungen in der Ästhetik, den Medien-, Bild- und Kunstwissenschaften sowie der Kultursoziologie an, die Kunst als menschliche Praxis und Existenzaussage verstehen und sie als Mittel der Welterschließung begreifen. Die damit verbundenen theoretischen Entwürfe haben den Künstlerischen Therapien die Möglichkeit eröffnet, an Entwicklungen der zeitgenössischen Kunst anzuknüpfen, die Intermedialität und Performativität als zentrale künstlerische Strategien nutzen. Die Tagung richtete sich an WissenschaftlerInnen, PraktikerInnen, Studierende und Interessierte und soll eine Plattform für einen transdisziplinären Diskurs zwischen Kunsttherapie, Medien-, Kunst- und Kulturwissenschaften, Philosophie und Soziologie bieten.
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„kunst und gesund“

Evaluationsprojekt von STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V. Das landesweite Netzwerk STADTKULTUR veranstaltete im Jahr 2018 gemeinsam mit 20 Mitgliedskommunen in Bayern ein Kunstfestival zum Thema „kunst und gesund“.

Es sollte das Potential von künstlerischer Projekt- und Kulturarbeit für gesundheitsförderliche Lebenswelten genutzt und erprobt werden. Da die Verbindung von Kunst und Gesundheitsförderung im Rahmen der kommunalen Kulturarbeit bisher erst wenig erforscht und etabliert ist, wurde dem Kunstprojekt „kunst und gesund“ eine Evaluationsprojekt in Gestalt mehrerer vorbereitender Workshops zur Seite gestellt, die der Überprüfung und Weiterentwicklung von Formaten in der Kulturarbeit dienen sollten, die an der Schnittstelle von Kunst und Gesundheitsförderung operieren. Beteiligte: Prof. Sandra Freygarten / Prof. Peter Sinapius (2017)
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Entwicklung eines Modells zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Demenz im Museumsraum

in Kooperation mit dem Lehmbruckmuseum und der Demenz-Support-GmbH-Stuttgart (gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung) (2012-2015)

Das International Institute for Subjective Experience and Research (ISER) entwickelte in Kooperation mit dem Lehmbruck Museums Duisburg und der Demenz Support Stuttgart ein Modell zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Demenz im Museumsraum. Das Projekt wurde vom Bildungsministerium für Bildung und Forschung finanziert. Das Projekt trug dazu bei, die spezifischen Potentia le der Kunstrezeption im Museum für Menschen mit Demenz zu erforschen und fruchtbar zu machen. Dabei ging es um die Frage, wie das Kunstmuseum als Raum kultureller Teilhabe und sozialer Kommunikation demenzkranken Menschen individuelle und kollektive Erfahrungen ermöglichen kann, die an ihren spezifischen Potentialen anknüpfen. Ziel des Vorhabens war es, die Teilhabe alterserkrankter Menschen im gesellschaftlichen Leben zu erhalten und zur Verbesserung ihrer Lebensqualität, Handlungskompetenz und sozialen Integration und damit zur Vermeidung drohender Isolation und Vereinsamung beizutragen. Es wurden zunächst die entscheidenden Faktoren einer erlebnisbezogenen Vermittlungspraxis und ihre Bedingungen erforscht, um auf dieser Grundlage ein Modell zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Demenz im Museumsraum zu entwickeln. Folgende Themenbereiche wurden dabei in den Blick genommen: Die Wahrnehmungskompetenzen des alten Menschen, die ästhetische Formensprache künstlerischer Werke, ihre Inszenierung und Präsentation im musealen Raum, sowie die didaktischen Möglichkeiten der Kunstvermittlung. In einem weiteren Schritt wurde das entwickelte Vermittlungs- und Teilhabemodell in anderen Kunstmuseen in Deutschland erprobt, evaluiert und gegebenenfalls weiterentwickelt.
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Artistic Research

Künstlerische Forschung ist ein zentrales Merkmal künstlerisch therapeutischer Praxis. Sie war Thema einer Tagung, die im Mai 2013 stattfand und die sich selbst eines künstlerischen Formats bediente: das Format der Collage. Der Tagung folgte eine künstlerische Dokumentation, die unter www.artisticresearch.info zu sehen ist.

Entwicklung eines körper- und kunstorientierten Curriculums zur Wahrnehmungsförderung in medizinischer Versorgung und Pflege

gefördert von der Björn Steiger Stiftung und dem Klinikum Itzehoe) zum Forschungsbericht (2012-2013)

Mit zunehmendem Tempo, Dichte und Intensität von Arbeitsprozessen haben stressbedingte gesundheitliche Erkrankungen zugenommen. Wie solchen Arbeitsbelastungen begegnet werden kann, untersuchte das Forschungsteam des ‚Institute for Subjektive Experience and Research’ (ISER) und führte in der Notfallaufnahme eines Krankenhauses ein Pilotprojekt durch. Bestandteil des Projekts war ein künstlerisches Programm zur Förderung der Wahrnehmungs- und Handlungsfähigkeiten. Die leitende Fragestellung, ob und wie künstlerische Erfahrungen dem Pflege- und Ärztepersonal helfen können, mit steigenden Arbeitsbelastungen besser umzugehen, wurde in einer Programm begleitenden wissenschaftlichen Studie untersucht. Die Auswertungsergebnisse zeigen, dass vorhandene Ressourcen aktiviert werden konnten, die sich Stress mindernd auf das Interaktionsverhalten in Belastungssituationen auswirkten. Die Studie eröffnet Perspektiven zur Integration künstlerischer Praxis in entsprechende Programme und bestätigt, dass sich künstlerische Praxis sinnvoll in sozialen Kontexten verankern lässt.
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„Bildstörung" – ein interaktives Zukunftsprojekt zwischen Studenten und Jugendlichen über Sichtweisen, Einsichten und Perspektiven

in Kooperation mit der Clemens-August-Jugendklinik Neuenkirchen (gefördert von der Clemens-August-Stiftung) (2010-2012)

"Bildstörung" war der Titel eines Projektes, das 2010/2011 im Rahmen einer Kooperation zwischen der Clemens-August-Jugendklinik und der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg stattfand. Dabei begegneten sich Studierende der Fachhochschule und Jugendliche der Klinik an mehreren Projekttagen und arbeiteten künstlerisch miteinander. Der Leitgedanke der Projekttage war: „Begegnung auf Augenhöhe“. Dabei waren auf beiden Seiten Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten sichtbar geworden, die vor dem Hintergrund des klinischen und Universitären Alltags alle Beteiligten überraschte.
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Ästhetik therapeutischer Beziehungen – Therapie als ästhetische Praxis

Dissertationsprojekt an der European Graduate School (EGS) bei Prof. Dr. Dr. Paolo Knill und Prof. Dr. Peter Petersen: (Prädikat: summa cum laude) (2008-2010)

Entwicklung integrativer Behandlungskonzepte von Kunsttherapie und psychosomatischer Medizin

Evaluation des therapeutischen Interaktionskontextes kunsttherapeutischer Verfahren in der stationären Psychosomatik

unter besonderer Berücksichtigung eines fokusgeleiteten Konzeptes. Ein Forschungsprojekt in Kooperation mit dem Krankenhaus Ginsterhof- Psychosomatische Klinik, Rosengarten (gefördert von der Arbeitsgruppe zur Förderung innovativer Projekte (AGIP) beim Land Niedersachsen)
(2008-2009)
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Bedeutungsdimensionen bildnerischen Gestaltens in Krisensituationen – Krankheitsbewältigung bei Krebs

in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Peter Petersen und mit Unterstützung der Fachhochschule Ottersberg (gefördert von der Mahle-Stiftung und dem Paritätischen) (2006-2009)

Berufsfeldspezifische Bedingungen der Kunsttherapie im klinischen Rahmen

in Kooperation mit dem Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke. (gefördert von der Arbeitsgruppe zur Förderung innovativer Projekte (AGIP) beim Land Niedersachsen) (2005-2006)

"Moving Paintings" war das Thema eines Projektes, von Sept. 2004 bis Januar 2006, das Bilder an geeignete und ungeeignete, gewöhnliche und ungewöhnliche Orte brachte, um dort eine zeitlang zu verbleiben.
Ihnen wurde nichts mitgegeben als die Zeit dort gewesen und in einen Dialog mit der Umgebung getreten zu sein. Es gab keine Erklärung, keine Eröffnung, keinen Katalog, der die Bilder begleitete. Wer wollte, konnte von den Bildern erfahren, was zu erfahren war. Wer neugierig war, mochte sich auf die Suche begeben. Das war alles.
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