Ich finde es auffällig, dass es meistens Männer sind, die terroristische Attentate verüben. Oder Femizide begehen. Oder auch nur andere Menschen herabsetzen und das letzte Wort behalten wollen. Warum spricht niemand darüber? Aber alle sprechen über mordende Migranten.
Aber nicht Migranten oder Männer sind das Problem, sondern die Vorstellungen von Menschlichkeit und Männlichkeit, denen sie folgen. In der Soziologie gibt es einen Begriff, der beschreibt, woher diese Vorstellungen kommen: Der Begriff der „hegemonialen Männlichkeit“. Der Mann ist sozial dominant. Vor allem gegenüber Frauen.
Kategorie: Allgemein
Eine Orange, ein Kreuzritter, ein Bankkonto und ein Erlöser
Was ist das für eine Truppe, die sich auf den Weg gemacht hat, um in Europa und Deutschland für Recht und Ordnung zu sorgen?
Donald Trump ist der Kopf der Truppe und nicht mehr als eine sprechende Orange. Damit hat er es immerhin zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gebracht.
Pete Hegseth ist sein Verteidigungsminister und die Inkarnation des Kreuzritter-Tattoos, das er auf der Brust trägt. Er ergänzt es durch das „Deus vult“ auf dem Arm, ein Kreuzzugs-Schlachtruf aus dem Mittelalter, um Muslime aus dem Heiligen Land zu vertreiben.
Wie Beziehungen die Welt verändern
Sean Scully (*1945) ist einer der bekanntesten Vertreter der Farbflächenmalerei. Er verbindet in seinem Werk europäische und amerikanische Bildtraditionen.
Er malt farbige, horizontale und vertikale Streifen auf seine Bilder. Dabei entwirft er bildnerische Ordnungen, durch die sich Beziehungen zwischen den Farben herstellen. Sie können sich wahlweise anziehen, abstoßen, angleichen, verstärken, verschwimmen, abgrenzen, klingen, vibrieren, unterstützen oder widersprechen.
Opportunität sticht Integrität
Demokratie ist kein Zuschauersport, hat Robert Habeck gesagt.
Zuschauer bin ich, wenn ich anderen dabei zusehe, wie sie sich unterhalten. Im Wahlkampf heißt eine solche Unterhaltung mitunter Duell. Und ein Duell ist ursprünglich ein Zweikampf mit gleichen, potenziell tödlichen Waffen. Der Zuschauer steht sozusagen am Rand, schlägt sich auf die eine oder andere Seite und sieht zu, wie einer verliert und der andere gewinnt. Er spielt aber selbst nicht mit.
Biedermann und die Brandstifter
Ich finde, es gibt gute Gründe, nicht Friedrich Merz zu wählen. Wer das nicht glaubt und sich nicht die Karten legen lassen will, der kann sich ja fragen, welchen Werten und Überzeugungen die Parteien folgen.
Ich könnte mir durchaus eine Partei vorstellen, die ausdrücklich christliche Wertvorstellungen in den Vordergrund rückt. Was könnten das für Werte sein? Spontan fällt mir so etwas ein wie Nächstenliebe, Ehrlichkeit, Selbstlosigkeit, Friedfertigkeit, Gerechtigkeit oder Gastfreundschaft.
CDU/CSU: Nächste Abbiegung rechts?
Amnesty International hat die Wahlprogramme von AfD und CDU/CSU zur Migration untersucht und festgestellt, dass die Programme in großen Teilen identisch sind.
Ich habe heute den Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2025 ausprobiert. Ich wollte wissen, in welchen Themenfeldern die zur Wahl stehenden Parteien übereinstimmen und worin sie sich unterscheiden.
Politische Schönheit
Die britische Kampagnengruppe Led by Donkeys und das Zentrum für Politische Schönheit hatten vor einer Woche Bilder in sozialen Medien gepostet, die von Projektionen an der Tesla-Fabrik in der Dunkelheit stammen. Diese Aktion ist jetzt auch in den Medien und bei der Staatsanwaltschaft angekommen.
Zum Gedenken an die Opfer des Holocaust
Aus Anlass des internationalen Gedenktags an die Opfer des Holocaust möchte ich hier an die Geschichte von Martha Hoff und meinem Großvater Hans Buttersack erinnern.
Martha Hoff war jüdischer Abstammung. Weil ihre Eltern Juden waren, galt sie als „Vollblutjüdin“. Im Alter von 21 Jahren hatte sie beschlossen, zum christlichen Glauben zu konvertieren und sich christlich taufen zu lassen. Sie heiratete den Pfarrer Hans Hoff, in dessen Gemeinde sie Orgel spielte und Chöre leitete. Nach seiner Pensionierung zog sie 1933 mit ihm nach Wiesbaden und schloss sich der Bergkirchengemeinde an, in der sie auch meinen Großvater kennenlernte.
„Ich gucke nicht rechts, ich gucke nicht links!“
sagt Friedrich Merz und nimmt als Mehrheitsbeschafferin für seine Anträge zur Asylpolitik auch die AfD in Kauf. Verehrter Herr Merz: Ich habe nachgeschaut! Das nennt man „Internukleäre Ophthalmoplegie“. Das ist eine Beeinträchtigung der horizontalen Augenbewegungen. Manchmal legt sich das wieder. Wie bitte? Ach, Sie haben keine Augenschädigung, sondern Sie haben nur Scheuklappen auf. Wie bei […]
Für ein bisserl Diskriminierung und Rassismus?
Anna Schneider, ihres Zeichens Chefreporterin bei der Welt, versteht die Aufregung nicht. Elon Musk hat wie viele Andere den Arm zufällig nach rechts oben gehalten. Daran etwas schlecht zu finden, ist nur Gebrüll der woken Meute, findet sie.
Verehrte Frau Schneider: Wissen sie woher der Begriff „woke“ stammt?
Er bedeutet schlicht: aufgewacht. Er war Ausdruck des Bewusstseins für mangelnde soziale Gerechtigkeit und Rassismus der afroamerikanischen Bewegung ab den 1930er Jahren.