Man stelle sich eine große Bühne vor. Darauf stehen im Halbkreis 15 Stühle. Auf den Stühlen sitzen als orthodoxe Juden gekleidete Tänzer*innen. Die führen einen Stuhltanz auf zu den 13 Strophen eines jüdischen Sammellieds, das traditionell zum Pessach-Fest gesungen wird und ihrem jüdischen Glauben gewidmet ist. Sie springen auf und entledigen sich ihrer Hüte. In der Mitte des Lieds beginnen sie mit jeder weiteren Strophe sich ein weiteres Kleidungsstück vom Leib zu reißen. Am Ende stehen sie fast nackt da und schreien «Echad mi Yodea» (Wer weiss?) dem Publikum entgegen.
Kategorie: Elementor-2024
Was oder wer ist eine Pfeife?
Lieber Friedrich Merz,
Sie haben gestern angesichts der bevorstehenden Regierungsbildung mit der SPD gesagt: „Wir müssen ein gemeinsames Bild zeichnen, wie Deutschland in den nächsten Jahren aussehen soll.“
Okay! Ich bin Bildender Künstler und beschäftige mich seit ich denken kann mit Bildern. Was ich gelernt habe: Bilder zeichnet man nicht einfach und pinnt sie dann an die Wand. Das kann man nur mit Reklame machen!
Zum Glück gibts ja noch „grüne Spinner“!
Am Dienstag hat Robert Habeck zusammen mit Annalena Baerbock die “Berlin Energy Transition Dialogue (BETD.25)“, eine der weltweit führenden Konferenzen zur globalen Energiewende, eröffnet. Thema ist die Umsetzung der globalen Ziele zum Ausbau der Erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und der Ausstieg aus fossilen Energieträgern sowie der Mobilisierung von Finanzen für die Energiewende.
Ich entschuldige mich ausdrücklich bei Friedrich Merz, dass er das alles so gesagt hat!
Das ist so schräg, dass ich es nicht glauben kann: Es geht um Milliardenpakete und eine Grundgesetzänderung, für die es im Bundestag die Zustimmung der Grünen braucht.
Und was macht Friedrich Merz? Er spricht auf den Anrufbeantworter der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Britta Haßelmann: Man könne ja in dem Antrag irgendwo noch das Wort „Klima“ unterbringen.
Was für ein Deal!
Ich hätt‘ mal ’ne kleine Anfrage. Mit mindestens 551 Fragen.
Robert Habeck hatte im Bericht aus Berlin am 12.01.2025 gesagt: Die Vorschläge der Union sind null gegenfinanziert. Naja, die Union war ja im Wahlkampf! Da geht es um Stimmen und nicht um Geld.
Jetzt aber: Eine Billion (!) Schulden am Haushalt vorbei. Im Eiltempo. Hat die Union vor ein paar Tagen noch kategorisch abgelehnt. Aber was soll’s: Es hat sich ja soviel geändert!
Und was hat sich geändert? Die Weltlage? Die Klimakrise? Die Bedrohung durch den Rechtsextremismus? Entschuldigung! Klimakrise und Rechtsextremismus stehen gar nicht auf der Agenda!
Deutschland zurück aus dem Fronturlaub?
Alle sprechen von Aufrüstung, Sondervermögen, Lockerung der Schuldenbremse. Die FAZ titelt: „Deutschland ist zurück aus dem Fronturlaub“. Ehrlich gesagt: Darauf könnte ich verzichten!
Gut: Es geht um die Verteidigung unserer Freiheit. Der Menschenrechte. Dazu gehört allerdings auch das fundamentale Recht auf körperliche Unversehrtheit. Und das ist an der Front nicht zu haben. Das führt in eine moralische Zwickmühle.
Über den Ausbruch des ewigen Weltfriedens
Ich habe keine Ahnung, wie man Frieden und Freiheit schützen kann.
Ich frage einfach den Frauenarzt Dr. Prätorius:
„Natürlich könnte man jeden Krieg verhindern: ein internationales Abkommen, das bestimmt, dass die Staatsoberhäupter und Diplomaten der Krieg führenden Mächte im vordersten Schützengraben zu liegen haben, würde den Ausbruch des ewigen Weltfriedens zur Folge haben…“
„Habt ihr eigentlich alle den Arsch offen?!“
Leo Fischer, Autor des Satiremagazins „Titanic“, kommentiert in der Frankfurter Rundschau die „kleine Anfrage“ der Union im Bundestag. Ich zitiere:
„Mit einigem Getöse haben die Unions-Fraktionen im Bundestag der scheidenden Bundesregierung eine Kleine Anfrage gestellt. Genauer gesagt, eine große. 551 Fragen lang ist der Text, der die „Neutralität“ von Vereinen, NGOs und Menschenrechtsorganisationen infrage stellt. Es geht um deren Finanzierung, staatliche Zuwendungen – vor allem aber um „Parteipolitik“. Der Hintergrund: Die CDU/CSU ist sauer, dass NGOs im Wahlkampf zu Protesten gegen ihre Abstimmung mit der AfD aufgerufen hatten, und möchte diese jetzt dafür bestrafen…“
Vom Leben in finsteren Zeiten
Als ich dieses Foto in der neuen ZEIT gesehen habe, hat es in meinem Kopf gebrannt. Auf dem Foto ist im Hintergrund so etwas wie ein Inferno zu sehen und vorne schiebt jemand auf einem Golfplatz in Seelenruhe eine Golfkugel ins Loch. So ähnlich kann man sich vorstellen, was gerade in der Welt passiert.
In den USA findet ein Staatsstreich statt, ohne dass es eine riesige Protestbewegung gibt. Der Historiker Timothy Snyder schreibt: „Hätte eine Gruppe bewaffneter Männer mit merkwürdigen Symbolen die Regierungsgebäude gestürmt, hätten die Amerikaner dies als versuchten Staatsstreich erkannt…“, sie hätten reagiert, wären dagegen auf die Barrikaden gegangen und der Staatsstreich wäre gescheitert.
Im Huckepack ins Kanzleramt?
Der Bundestagswahlkampf hat etwas von einem Glücksspiel: Es wird gepokert um die größten Zustimmungswerte. Und wer pokert, der interessiert sich nicht für Inhalte. Er selbst will nur weiterkommen. Koste es, was es wolle.
Ich hab den Weg zum Bundeskanzleramt mithilfe eines Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiels mal nachgebaut. Eigentlich ganz einfach. Die Farben der Spielfiguren: CDU schwarz, SPD rot, FDP gelb, Linke magenta, Grüne natürlich grün.