Kurz vor der Wahl in Brandenburg hat Tino Chrupalla gesagt, er würde den Menschen in Altersheimen „ganz ehrlich, die Briefwahl wieder verbieten.“ Nach den Wahlen in Sachsen und Thüringen unterstellt er der Caritas und Diakonie Wahlmanipulationen in Altersheimen betrieben zu haben.
Autor: Peter
Rechtsrock: Der Soundtrack für rassistische Gewalt
Vielleicht ist es unfair, Tino Chrupalla an seiner intellektuellen Begrenztheit zu messen. Er selber hat sich damit allerdings ins Spiel gebracht. Chrupalla: „Wir möchten, dass wieder mehr deutsche Volkslieder gelehrt werden, dass deutsche Gedichte gelernt werden.“ Und was ist sein Lieblingsgedicht? „Ist ähm … Da müsste ich jetzt mal überlegen, fällt mir jetzt gar keins ein.“ Im „Sommerinterview“ dann die simple Frage: „Herr Chrupalla, welches Buch sollte nach Ihrer Meinung jeder gelesen haben?“ Gemeine Frage, nicht? Chrupalla: „Ja, es gibt unterschiedliche Bücher.“ Ähm…?
Kanzler Merz – Söder Präsident?
Kanzler Merz? Kann ich mir irgendwie überhaupt nicht vorstellen. Auch wenn er die drei ersten Buchstaben mit Merkel gemeinsam hat. „Kanzler Merz“ klingt für mich wie ein Naturereignis oder eine Drohung. Aber: Wie hat er noch gesagt? Deswegen geht die Welt nicht unter!
Die Ampel ist das Problem?
Ich stehe vor einer Ampel. Ich habe grün und gehe über die Straße. Kommt ein Auto von rechts. Hat es eilig. Hat rot und fährt über die Ampel. Im letzten Moment kommt das Auto mit quietschenden Reifen vor mir zum Stehen. Der Fahrer hupt, kurbelt die Scheibe herunter und schreit: „Können Sie nicht aufpassen?“ Ich zeige auf die Ampel und rufe: „Die Ampel ist grün!“ Er schreit zurück: „Ja, genau! Das ist ja das Problem!“
Gegen Fremdenhass!
Debatte im Bundestag:
Scholz sagt, was ich in der hysterischen Debatte um Abschiebungen verloren glaubte. Das Asylrecht sei eine Konsequenz aus der „Tragödie des Faschismus und des Nationalsozialismus“ und biete denjenigen, die politisch verfolgt werden, in Deutschland Schutz. „Das steht in unserem Grundgesetz. Und das stellen wir nicht zur Debatte.“
Demokratie
Der Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer, ist am 9. September 2024 gestorben.
Am 4.November 1989 hat er auf einer Massendemonstration auf dem Ost-Berliner Alexanderplatz eine Rede gehalten und gesagt:
„Dumpf, geduckt, bevormundet haben wir gelebt so viele Jahre. Heute sind wir hierhergekommen. Wir werden aus Objekten zu Subjekten des politischen Handelns. Wir können stolz sein.“
Brandmauer weg?
Die Brandmauer, die die demokratischen Parteien errichtet haben, ist weg? Ist übertrieben? Aber wo ist sie denn, die Brandmauer?
Oder wird sie einfach nur aus dem Müll zusammen gehalten, den die Rechtsextremisten hinterlassen haben?
Wie ist es, Olaf Scholz zu sein?
Gestern. Scholz im ZDF-Sommerinterview. Stürzt mich in tiefe Ahnungslosigkeit. Daraus erwache ich erst wieder am späten Abend. Da stolpere ich über ein 50 Jahre altes Zitat von Walter Scheel:
„Es macht nicht den verantwortungsbewussten Politiker aus, Meinungsforschung zu treiben, um zu wissen, was populär ist, was ankommt, und dann das Populäre zu vertreten. Die Aufgabe des Politikers ist es, das Richtige zu tun und es populär zu machen.”
Der „entleerte“ Blick
Warum wählen die Leute eigentlich die Rechtsextremisten? Sie sehen doch, wohin der Faschismus geführt hat!
Sie sehen es aber nicht.
Nicht hinsehen oder die Augen vor einer menschlichen Tragödie verschließen, weil ich es nicht ertrage, ist eine menschliche Praxis. Hinsehen und es nicht sehen, ist eine Praxis, die das Sichtbare zum Verschwinden bringt.
Es brennt in Deutschland
Es brennt irgendwo in Deutschland. Ich glaube in Thüringen und Sachsen. Die Feuerwehr rückt aus. Sie hat kein Löschwasser dabei, sondern Brandbeschleuniger.
Zwei Feuerwehrmänner — wahrscheinlich heißen sie Merz und Söder — sind auf die geniale Idee gekommen, mit kontrollierten Bränden dem „großen“ Feuer die Nahrung zu entziehen. Das ist dann eine „Brandmauer“, durch die das eigentliche Feuer keinen Brennstoff mehr findet und erlischt.