Eure Uniformen ziehe ich mir nicht an!

Niemand wollte es gewesen sein. Es hatten ja alle nur ihre Pflicht getan.

Heute sind sie wieder da und relativieren die dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte: „Die deutsche Geschichte ist in ihrer Gänze zu würdigen … Ein Volk ohne Nationalbewusstsein kann auf die Dauer nicht bestehen“, heißt es im Programm der AfD. Und dafür braucht es eine Armee, in der ein „starker Korpsgeist, ihre Traditionen und deutsche Werte“ herrschen sollen, einschließlich soldatischer Tugenden wie „Ehre, Treue, Kameradschaft und Tapferkeit“.

„Um die Zukunft aufzubauen, muss man die Vergangenheit kennen“…

…das hat Anne Frank vor mehr als 80 Jahren in ihr Tagebuch geschrieben.

Am 4. August vor 80 Jahren wurde sie verhaftet und in das Konzentrationslager gebracht. Weil sie Jüdin war.

Heute schreiben die Rechtsextremisten in ihr Programm: „Schluss mit der Scham- und Schuldkultur!“ Sie wollen von der Vergangenheit nichts mehr wissen. Ist ja 80 Jahre her!

Bitte werdet nicht billig!

Das hat mich gestern wirklich umgehauen. Auf LinkedIn eine Polemik gegen Trump: „…mit seinen über die Glatze verteilten Haaren und seiner seltsamen Sprache ist er alt. Ziemlich alt.“ Die Zuspitzung dann in dem Satz: „Schickt den Opa ins Altersheim“.

Ich gehe ins Badezimmer und blicke in den Spiegel. Ich sehe einen alten Mann. Ich stehe zu meiner Glatze. Ich bin vergesslich geworden. Suche manchmal nach Worten. Bin ich seltsam? Gehöre ich ins Altersheim? Damit ihr nicht mehr mit mir rechnen müsst?

Gedenken an den Warschauer Aufstand vor 80 Jahren

Am 1. August 1944 hatte sich die nationalpolnische Heimatarmee (Armia Krajowa) in Warschau gegen die deutschen Besatzer erhoben. Die Nationalsozialisten ließen den Aufstand blutig niederschlagen und machten die Stadt dem Erdboden gleich. Sie brannten Haus für Haus nieder.

Die Niederschlagung des Widerstands war eines der schlimmsten deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg.

(Olympische) Spiele

Warum regnet es?
Und warum sind Spiele so wichtig?

Wenn es regnet und ein Regentropfen auf die glatte Wasseroberfläche einer Pfütze fällt, versetzt er sie in kräuselnde, nach außen sich kreisförmig ausdehnende Wellenbewegungen. Kaum haben sich die Wellen beruhigt, fällt der nächste Tropfen, der dem Vorbild des ersten folgt.

Wofür es keine Gedenkveranstaltung gibt

Mein Großvater war kein Widerstandskämpfer, wie man ihn sich vorstellt. Er galt als »Volksschädling«. Im KZ hatte er eine Nummer: die Nummer 48090. Er hatte sich in das politische Leben eingemischt, geriet in das Visier der Gestapo und damit in das dichte Netz von Denunzianten und Spitzeln, vor denen er nirgendwo sicher war: Seine Post wurde geöffnet, er wurde denunziert und Gespräche, die er mit seinen Freunden führte, wurden abgehört.

20. Juli 1944: Aus der Geschichte lernen

Heute, am 20. Juli jährt sich das sog. „Stauffenberg-Attentat“ zum 80. Mal. Anlass genug noch einmal aus einem Aufruf zum Schutz der Demokratie zu zitieren, der am 5.2.2024 in der Berliner Morgenpost erschienen ist und den mehr als 280 Nachkommen von Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus unterzeichnet haben, unter ihnen die Nachfahren von Dietrich Bonhoeffer, Claus Schenk Graf von Stauffenberg und Carl Friedrich Goerdeler.