85 Jahre „Entartete Kunst“: Schluss mit der „Scham- und Schuldkultur?“

In einem Antrag für den Bundestag vom 19.1.23 forderte die AfD eine Neuausrichtung der Kulturpolitik mit dem Ziel „die aktuelle Reduktion kultureller Identität auf eine Schuld- und Schamkultur durch positive Bezugspunkte kultureller Identität zu korrigieren, um die aktive Aneignung kultureller Traditionen und identitätsstiftender Werte wieder in den Vordergrund zu rücken.“

Kurz: Statt „Scham- und Schuldkultur“ soll es endlich wieder eine „deutsche Leitkultur“ geben!

Ihr wollt über unsere Kultur bestimmen? Habt ihr sie noch alle?

Unter der Überschrift „Deutsche Leitkultur statt „Multikulturalismus“ steht im AfD-Programm: „„Multi-Kultur“ ist Nicht-Kultur.“ Und dann folgt so etwas wie eine Drohung: „Die AfD wird nicht zulassen, dass Deutschland aus falsch verstandener Toleranz sein kulturelles Gesicht verliert.“

Wie bitte? Habt ihr sie noch alle? Ihr wollt über unsere Kultur bestimmen?

Zwangsarbeit?

Merz leistet sich ein Privatjet. Das ist ein Statement.
„Leistung muss sich wieder lohnen!“, ist ein Mantra, das von der FDP über CDU/CSU bis zur AfD landauf, landab verkündet wird. Ebenso wie in der Asylpolitik zeichnet sich hier eine argumentative Schnittmenge zwischen bürgerlichen und rechtsextremen Positionen ab — und damit eine Diskursverschiebung nach rechts.

Bei Söder geht das Licht aus!

Der russische Geheimdienst hat ein Gespräch zwischen Merz, Spahn und Söder abgefangen. In Berlin wird das als hoch brisantes Sicherheitsproblem eingestuft.

In dem Gespräch hatte Spahn von seinem Zeitungsinterview erzählt, bei dem es ihm erstmalig gelungen war, die Themen Taurus, Kiffen, Migration und Wirtschaftswachstum in zwei Sätzen unterzubringen.

Ist schon alles gesagt?

Was ist das bloß für eine Gesprächskultur?
Spahn, Söder, Merz — und wie sie alle heißen — liefern den Rechtsextremen laufend die Vorlagen, auf denen ihr reaktionäres Gedankengut gedeihen kann. So hat Spahn gerade in einem Interview die Begriffe „Migration“, „Wirtschaftswachstum“, „Taurus“ und „Kiffen“ wahllos miteinander verknüpft und damit ein Narrativ wiederholt, in dem er sich nicht nur selbst bestätigt sehen kann, sondern an dem sich auch die Faschisten bedienen können.

Sprache der Gewalt

Ich mag Lindner nicht. Diesen aufgeblasenen Porsche-Fahrer. Und erst recht nicht den Merz, der von seinem Nazi-Großvater schwärmt. Ganz zu schweigen vom CDU-Generalsekretär, dessen Namen ich vergessen habe. Der, der immer noch einen Konfirmationsanzug trägt. Oder Chrupalla, der so einen unterbelichteten Eindruck macht, der von der deutschen Leitkultur faselt und kein deutsches Gedicht aufsagen kann!

Das Auge ist ein blinder Fleck

Sehen ist nicht etwas, das uns passiert, sondern etwas, das wir tun. Unser Blick kann nicht nur etwas zur Erscheinung bringen, sondern Anderes auch zum Verschwinden. Wer wegsieht, braucht seine Augen nicht zu verschließen. Sein Blick ist es, der zum Schweigen bringt, was jeder sehen kann. Wie ist das möglich?