Unter meinem letzten Post über „das Stadtbild“ von Friedrich Merz fand ich Kommentare wie diesen: „Sie möchten bestimmt sichere Städte, Peter Sinapius. Gruppen von herumlungernden jungen Männern tragen nicht zum Sicherheitsgefühl bei. Bevor Sie Ihrem Kanzler dieses oder jenes unterstellen, sollten Sie versuchen, seine Intention zu verstehen.“
Gut, das will ich versuchen und lande im Jahr 2000.
Kategorie: Allgemein
Merz ist vor allem eins: Eingebildet!
Wenn Merz ein Problem mit dem Stadtbild hat, ist nicht das Stadtbild das Problem, sondern sein Bild von der Stadt. Vielleicht stellt er sich sauber gestrichenen Fassaden, penibel gestutzte Hecken, frisch gemähte Rasenflächen und akkurat gezogene Seitenscheitel vor — ich weiß es nicht.
Er hat eine Vorstellung davon, wie eine „deutsche“ Stadt auszusehen hat und verpackt diese Vorstellung im Plural: „Wir haben im Stadtbild eben noch dieses Problem…!“ Nein! Er hat ein Problem! Ich nicht!
Es brennt!
„Das Thema ‚Brandmauer‘ ist für mich ein Fremdwort“, sagt CDU-Kämmerer Marek Wöller-Beetz, bevor er mit Unterstützung der AfD zum Bürgermeister von Prenzlau (Uckermark) gewählt wird. Der AfD-Landtagsabgeordnete Felix Teichner erklärt, man habe sich nach der Kommunalwahl zusammengesetzt, und „gewisse Sachen untereinander ausgelotet“. Anders als in anderen Kommunen sei die AfD in Prenzlau nicht ausgegrenzt worden.
Na prima! Die CDU setzt sich mit einer Partei zusammen, die als gesichert rechtsextremistisch gilt, und lotet mit ihr „gewisse Sachen“ aus.
Frage an Markus Söder: Warum heisst der Leberkäse „Leberkäse“, wenn gar kein Käse drin ist? Sagen Sie jetzt nicht: „Ist mir doch Wurst!“
„Die Sprachpolizei steht rechts“. So titelte die TAZ vor einem Monat über den Antrag des Agrarausschusses des EU-Parlaments für ein Verbot von Bezeichnungen wie „Burger“, „Schnitzel“ oder „Wurst“ für pflanzliche Lebensmittel. Jetzt ist der Antrag vom EU-Parlament beschlossen worden.
Das Ganze hat System, wie man bereits im Bundestagswahlkampf beobachten konnte. Zuerst wurden die Grünen von AfD und Union systematisch zu einer „Verbotspartei“ gemacht, die Fleischkonsum verbieten will. Jetzt drehen sie den „Spieß“ einfach um. Und verbieten Worte.
USA: Vorbereitung auf den Krieg
Interessantes Foto. 800 überwiegend glatzköpfige US-Generäle und Admirale, die Trump von Stützpunkten aus aller Welt zur Marine Corps University in Quantico im Bundesstaat Virginia beordert hatte. Ich hab nichts gegen Männer mit Glatze. Ein Problem wird es nur, wenn dadrunter auch nichts ist.
Es war befürchtet worden, dass Trump sie auffordert, statt auf die Verfassung einen Eid auf seine Person zu schwören — vergleichbar mit dem „Führereid“, den die deutschen Soldaten nach 1935 ablegen mussten. Soweit ist es nicht gekommen.
Bin ich ein Terrorist?
Ich bin ein bißchen durcheinander: Wer ist eigentlich ein Faschist? Wer ist ein Extremist oder Terrorist? Naja, könnte man denken: Ein Faschist ist halt jemand, der faschistische Überzeugungen vertritt, ein Extremist vertritt extremistische und ein Terrorist verbreitet Terror.
Jetzt wird die Antifa in den USA und nachfolgend wahrscheinlich auch in Ungarn und in den Niederlanden zur Terrororganisation erklärt.
Das Absurde ist, dass eine Bewegung als terroristisch und demokratiefeindlich eingestuft wird, die gegen staatlichen Terror kämpft und die Demokratie verteidigen will.
„Das darf nie wieder geschehen!“
Unter einem Beitrag von mir auf LinkedIn unter der Überschrift ANTIFA, unter dem ein Foto der Geschwister Scholl zu sehen war, fand ich folgenden lesenswerten Kommentar, den ich hier teilen möchte.
Mein neues Buch ist da:
ES IST NICHT VORBEI
Auf der Suche nach der Vergangenheit
Eine philosophische Erzählung
Vergangenheitsverlag
Ab jetzt im Buchhandel
Die Banalität des Bösen
Es ist wie aus einem Drehbuch zur Abschaffung der Demokratie: Die Ermordung des ultrarechten Influencers Charlie Kirk am Mittwochabend nehmen die die Vertreter der Rechten zum Vorwand, die von ihnen als „linksextrem“ bezeichneten Gruppen, darunter auch Demokraten, für die Herstellung einer gewaltbereiten Atmosphäre verantwortlich zu machen und ins Visier zu nehmen. Dabei sind es die Rechten, die, wie auch Kirk, gegen Minderheiten hetzen und sie zum Freiwild machen.
Man stelle sich das mal vor: Markus Söder ohne Unterleib!
Nicht falsch verstehen! Wenn Markus Söder eine Wurst wäre, würde ich jeden Fleischkonsum sofort einstellen.
Gestern hat er aber etwas gesagt, das ich erstmal verdauen muss: „Ohne Auto, Maschinenbau und Chemie ist Deutschland eine Dame ohne Unterleib.“ Ups!
Wie ist das zu verstehen? Die Frau als Gebärmaschine?