„Helden und gar nichts“

Der israelische Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir hat ein Video gepostet, in dem er zwischen gefesselten und knienden Aktivistinnen und Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte posiert. „Willkommen in Israel, wir sind hier die Hausherren“, ruft er ihnen zu. „Sie kamen als große Helden. (…) Seht sie euch jetzt an, keine Helden und gar nichts“.

Widerlich!

Mehrere europäische Staaten haben mit scharfer Kritik reagiert und die israelischen Botschafter einbestellt. Der deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, nannte Ben-Gvirs Umgang mit den Inhaftierten „absolut inakzeptabel und unvereinbar mit den Grundwerten unserer Länder“.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärte, das Verhalten entspreche nicht den Werten und Normen seines Landes. Im gleichen Atemzug sagte er aber, Israel habe das Recht, die Aktivisten abzufangen. Er habe die zuständigen Behörden angewiesen, sie so schnell wie möglich auszuweisen.

Von welchen Werten und Normen spricht aber Netanyahu? Die israelische Regierung ist verantwortlich für die Aushungerung der Bevölkerung im Gaza-Streifen und wiederholt die gleiche zerstörerische Strategie im Libanon! Wann, so frage ich mich, hat dieses Morden und Zerstören ein Ende?

Und was macht die Bundesregierung? Sie liefert weiter Waffen an Israel und ist nicht bereit sich von der Agenda der rechtsradikalen Regierung Israels zu distanzieren. Das wäre ja „antisemitisch“. Das wäre es aber nicht. Im Gegenteil. Es wäre eine Lehre aus der eigenen Geschichte eines unvorstellbaren Völkermords.

Man kann nicht diejenigen unterstützen, die die Welt in Brand setzen und dann dem Rauch die Schuld für das Feuer geben.

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