Um Grönland zu annektieren, schließt Trump ein militärisches Vorgehen nicht aus: “We do need Greenland, absolutely!” Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärt, der Einsatz des US‑Militärs sei „immer eine Option“.
Jetzt wird diplomatisch an einer Legende gestrickt, damit die NATO nicht als Verlierer dasteht. Der Spieß wird einfach umgedreht.
Bundeskanzler Friedrich Merz erklärt, er rechne mit einer Beteiligung der USA an einer stärkeren NATO-Präsenz, um die Sicherheit Grönlands zu verbessern. Man teile die amerikanischen Besorgnisse, dass „dieser Teil Dänemarks“ besser geschützt werden müsse.
Ach nee! Die USA werden von der NATO nach Grönland eingeladen, um es besser zu schützen? Wie schräg ist das denn?
Trump winkt aber ab: Die USA hätten genug Soldaten. Die brauchen die NATO nicht. Kurz: Er kann alleine für „die Sicherheit“ Grönlands sorgen.
Bundesaußenminister Wadephul setzt noch einen drauf und spricht nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio von einer „starken Partnerschaft“. Im politischen sowie militärischen Teil der NATO sehe er die USA „voll und ganz an der Seite Europas“.
Wenn das nicht nur ein Einknicken vor Trump ist, riecht es nach einem alten rhetorischen Trick: Man konstruiert die allgemeine Bedrohung der Sicherheit Grönlands. Die USA kommen dem potentiellen Angreifer zuvor und besetzen Grönland kurzerhand. Dann wären die USA nicht die Angreifer, sondern die Befreier.
Die USA wären nicht die ersten, die das so machen.
Ich frage mich ernsthaft: Was haben Merz und Wadephul eigentlich geraucht?
Wenn man ein Objekt vor Einbruch sichern möchte, heuert man doch nicht den Einbrecher für den Objektschutz an!
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