Was passiert gerade im Iran?
Da sind — bildlich gesprochen — zwei Schurken, die einen anderen Schurken zur Strecke bringen wollen. Die heißen Trump und Netanyahu. Das sieht für mich aus wie der Anfang eines Bandenkrieges. Und in diesem Krieg taugen die, auf deren Territorium sich der Krieg abspielt, allenfalls als Geiseln.
Natürlich sagen die beiden Schurken, die ihren feindlichen Rivalen völkerrechtswidrig überfallen haben, zu den Geiseln: „Wir sind die Guten! Wir befreien euch!“ Und natürlich freuen sich die Geiseln über jeden Unterdrücker, den die beiden Schurken zur Strecke bringen und schreien aus ihren Fenstern: „Die haben es nicht besser verdient!“
Damit sind sie aber nicht frei. Sie müssen die staatliche Gewalt befürchten, die sich nicht den Bomben geschlagen gibt.
Und die kommt.
Der iranische Schurkenstaat hat inländisch und ausländisch einen Gewaltapparat aufgebaut, der sich jetzt unter Beweis stellen will. Der gibt sich nicht einfach geschlagen, sondern mobilisiert seine Kräfte, weil er sich für unbesiegbar hält: Die Revolutionsgarden.
Ich versuche mir das vorzustellen, wie die das Gewehr im Anschlag durch die Straßen der iranischen Städte patrouillieren. Und die Bewohner sind wieder die „Geiseln“ in diesem Krieg und müssen sich in ihren Wohnungen verschanzen.
Ich weiß nicht, wie es ausgeht. Die Gewaltspirale dreht sich weiter. Das iranische Volk hat nicht das Gewehr am Abzug. Es hat das Gewehr im Rücken.
Dabei will es doch nur der Gewalt ein Ende bereiten.
Und dann das: Die Ölpreise steigen. Was aber haben die mit Freiheit zu tun?
Nichts!
Freiheit gibt es nicht an der Börse.