„Vom Erhabenen zu Lächerlichen“

Gestern war ich im Bremer Theater und habe mir „Krieg und Frieden“ nach Lew Nikolajewitsch Tolstoi angesehen.

Darin heißt es:

„Der Krieg ist keine Liebenswürdigkeit.
Der Krieg ist Wahnsinn.
Den Krieg zu verharmlosen ist das größte Kriegsverbrechen überhaupt.“

Zurück vom Theater lese ich einen Post von Donald Trump, in dem er sich freut:

„Die Vereinigten Staaten von Amerika sind mit Abstand der größte Ölproduzent der Welt. Wenn also die Ölpreise steigen, verdienen wir viel Geld.“

Als „Liebenswürdigkeit“ fügt er noch an: „…für mich als Präsident ist es weitaus interessanter und wichtiger, ein böses Imperium, den Iran, daran zu hindern, Atomwaffen zu besitzen…“

Von Tolstoi habe ich noch im Ohr: „Vom Erhabenen zum Lächerlichen ist es nur ein Schritt“.

Und diesen Schritt führt Trump der Welt gerade vor. Vielleicht haben das noch nicht alle gemerkt, solange sie ihm, wie Friedrich Merz, hehre Absichten unterstellen.

Klar: Es gibt auch Gewinner in diesem Krieg – solange die Ölpreise durch die Decke gehen.

Die Gewinner sind aber nicht die Menschen im Iran, deren Aufstand blutig niedergeschlagen wurde. Mit denen hat Trump überhaupt nichts gemein. Der studiert nur die Börsenkurse.

Trumps Kriegsrhetorik ist nicht nur lächerlich. Sie verdeckt ein Kriegsverbrechen.

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