Blog

Peter Sinapius
Hier erscheinen in unregelmäßigen Abständen Beiträge zum aktuellen Zeitgeschehen, zu Kunst und Gesellschaft, Tagebucheintragungen sowie philosophische und literarische Notizen.

Voigt und H*cke: „Gehn wir zu dir oder gehn wir zu mir?“

Das „Duell“ zwischen Voigt und H*cke findet am Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald statt. Das Internationale Auschwitz Komitee äußert sich entsetzt: „Die Entscheidung des Thüringer CDU-Vorsitzenden, einer der bekanntesten Galionsfiguren rechtsextremer Hetze in Europa ausgerechnet an diesem Gedenktag einen weithin beachteten Auftritt zu ermöglichen, mutet Überlebenden des Holocaust politisch völlig instinktlos und makaber an.“

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Ich mache mir ein Bild von Höcke.

Wenn ich Höcke auf einem Wahlplakat sehe, sehe ich einen Faschisten. Dem Foto selbst ist das nicht anzusehen. Ich sehe keinen Menschen mit Deportationsphantasien, sondern jemanden, der aussieht, als habe er seinen Kindern gerade eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen.

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“Küßt die Faschisten”

Alice Weidel im Sommerinterview, Tino Chrupalla bei Markus Lanz, Björn Höcke im geplanten „TV-Duell“ mit Mario Voigt: Wie “normal” ist die AfD inzwischen?

Heißt es bald in der nächsten Talk-Show: “Guten Abend, Herr Höcke! Schön, dass Sie da sind! Freue mich sehr!”?

Kurt Tucholsky hat 1931 die politische Stimmung zu seiner Zeit und den verharmlosenden Umgang mit den Faschisten mit einem bitterbösen Gedicht kommentiert: „Rosen auf den Weg gestreut“.

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„High Hitler“ – Cannabis und die „Volksgesundheit“

Das glaube ich jetzt nicht: Alice Weidel sagt, sie komme aus einer ostwestfälischen Hanf-Plantagen-Dynastie: „Ja, wir…meine Freunde haben das in der Schule selber angebaut.“ Mehr sagt sie nicht.
Merz hat es auch zugegeben.
Lauterbach hat wahrscheinlich noch nie gekifft, der nimmt ja noch nicht einmal Salz ins Essen.
Und Söder? Der säuft Bier.

Im Ernst: Die Debatte um die Legalisierung von Cannabis ist an Scheinheiligkeit kaum zu übertreffen: Die AfD ist dagegen, Merz hat angekündigt, eine von ihm geführte Regierung würde das Gesetz rückgängig machen und Söder verleiht dem Widerstand gegen das Gesetz eine nationale Tragweite…

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Gerechter Zorn

In Erinnerung an das Theresienstädter Requiem 1944

Zwischen 1941 und 1945 wurden in Theresienstadt etwa 141.000 Menschen eingesperrt, darunter 70.000 alte Menschen und 15.000 Kinder. Es war eine Art Durchgangslager, von dem aus etwa 88.000 Häftlinge nach Auschwitz und in andere Vernichtungslager wie Treblinka, Majdanek oder Sobibor gebracht und dort ermordet wurden. Unter ihnen war auch Josef Bor, der als Einziger seiner Familie die Shoah überlebte. Sein Freund, der tschechisch-jüdische Dirigent Rafael Schächter, hatte 1944 in Theresienstadt Verdis Requiem, eine katholische Totenmesse, mit Jüdinnen und Juden, die den Tod vor Augen hatten, zur Aufführung gebracht. Davon handelt die Novelle „Theresienstädter Requiem“, die Josef Bor 1963 veröffentlichte.

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„Der Blick von Nirgendwo“

„Dem Klimawandel positiv begegnen“, so sind die programmatischen Ergüsse der A*D über den Klimawandel überschrieben. Bereits dieser Satz ist geeignet, die Wirklichkeit auf den Kopf zu stellen, weil er objektive Tatbestände zum Gegenstand subjektiver Auslegung macht. Wie aber verhalten sich subjektive Erfahrungen und objektive Tatbestände?

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